Oskars Kleid: Vom Glockenbachviertel auf die große Leinwand.

PrideGuide 2022 – Artikel von: Patricia Sophie Schüttler und Sandra Höstermann-Schüttler

Patricia arbeitet im Organisationskernteam CSD München, ist 2. Vorsitzende von Trans-Ident e.V. und leitet die Münchner Selbsthilfegruppe des Vereins. Sandra arbeitet im Organisationskernteam CSD München und leitet eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von trans* Menschen.

Ein Interview über zerbrechende Bilder, Tattoos und Mokassins

Am 22. Dezember 2022 ist es so weit: „Oskars Kleid“ startet im Kino! Der Film erzählt die Geschichte von Ben und den Turbulenzen, die die Transidentität seines 9-jährigen Kindes für ihn und die ganze Familie auslöst. Wie wird der gemeinsame Weg weitergehen?

Im Sommer 2019 erreichte uns eine Anfrage von PANTALEON Films, die für die Recherche zu einem Kinofilm auf der Suche nach Informationen und Kontakten zum Thema Transidentität waren. Gesagt, getan… Wir lernten Daniel Sonnabend, einen der Produzenten von PANTALEON Films, und Florian David Fitz kennen, der in den Film nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch Idee und das Drehbuch geliefert hat. Die beiden absolvierten einen Infomarathon mit Patricia, besuchten Sandras Gruppe für Angehörige von trans*Menschen und führten weitere Gespräche, z.B. mit Kinder- und Jugendtherapeuten. Im Oktober durften wir dann eine erste Drehbuchfassung lesen und kommentieren und als im Frühjahr/Sommer 2020 die Dreharbeiten liefen, nutzten wir die Chance, um auch einmal einen Tag lang als Komparsen einen Blick hinter die Kulissen einer solchen Produktion zu werfen. Daher freuen wir uns, dass „Oskars Kleid“ im Dezember endlich in die Kinos kommen wird und um die Wartezeit zu verkürzen, haben wir ein Interview geführt mit Florian und Daniel, um noch mehr über den Film, seine Entstehungsgeschichte und ihre Einblicke in das Thema Trans* zu erfahren. Lest nun die „Sneak-Preview“ des Interviews. Kurz vor dem Kinostart von „Oskars Kleid“ im Dezember findet ihr hier das komplette Interview.

Worum geht es in „Oskars Kleid“?
Florian: In „Oskars Kleid“ geht es um einen Vater, der nach der Trennung von seiner Frau seine Familie zurückgewinnen möchte, aber frustriert zuhause sitzt und Bier zum Müsli trinkt. Als er dann seine Chance bekommt und seine Kinder wieder bei ihm einziehen, versucht er dieses Mal der perfekte Vater zu sein. Doch sein Sohn trägt plötzlich ein Kleid und zieht es nicht mehr aus. Es entspinnt sich ein Konflikt innerhalb der ganzen Familie - am Ende ist alles anders und vielleicht sogar besser.

Was verbindet Euch mit dem CSD München?
Daniel: Der Kontakt zu euch verbindet mich am meisten mit dem CSD München (lacht). Ich war schon ab und zu mal auf anderen CSDs, wenn ich zufällig vor Ort war. Aber unser Büro von PANTALEON Films und der PANTAFLIX AG ist ja in der Holzstraße und damit sind wir mittendrin im Szeneviertel und wir freuen uns natürlich, wenn Patricia uns auch in diesem Jahr das aktuelle CSD Plakat vorbeibringt.
Florian: Für mich ist es ja manchmal schwierig, an solchen größeren Veranstaltungen ungestört teilzunehmen, aber ich war schon mal beim PumpsRace und Handtaschenweitwerfen in der Hans-Sachs-Straße - gibt es das eigentlich noch?

Infos online: Pantaflix online

PDF-Download: PrideGuide 2022

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