Gegen das Vergessen!

Erinnerung an die im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen

Initiiert und begleitet hat das Projekt Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl. Bereits im Dezember 2008 hatte er den Antrag im Münchner Stadtrat eingereicht. Knapp neun Jahre später war es dann soweit, in einer feierlichen Zeremonie wurde am 27. Juni 2017 das Denkmal von Oberbürgermeister Dieter Reiter der Öffentlichkeit übergeben.
Bilder von der Eröffnung

Verfolgung, Erniedrigung und Ermordung
Am 20. Oktober 1934 kündigte das Landesinnenministerium eine bayernweite Razzia gegen Schwule an. Ab diesem Tag wurden homosexuelle Menschen in Deutschland von den Nazis systematisch verfolgt und verurteilt, in Konzentrationslagern erniedrigt, misshandelt und ermordet.

Denkmal Dultstraße/Ecke Oberanger    
Ein Denkmal Ecke Dultstraße/Oberanger in München appelliert nun gegen das Vergessen dieser Schreckenszeit und Verbrechen genau an der Stelle, wo sich 1934 das im Mittelpunkt der ersten Razzia stehende Schwulenlokal „Schwarzfischer“ befand. Die Künstlerin Ulla von Brandenburg hat ein 70 Quadratmeter großes Bodenmosaik entworfen, in dem sich unterschiedlich große, farbige Steine um die Ecke Dultstraße/Oberanger legen. In zwei der Steine sind ein Rosa Winkel sowie ein Schwarzer Winkel eingelassen, mit diesen Symbolen wurden Schwule und Lesben in den KZs gekennzeichnet. Eine Gedenktafel erläutert das Mahnmal.

Rosa Winkel / Schwarzer Winkel
KZ-Häftlinge mussten die Stoffaufnäher mit dem Rosa Winkel oder Schwarzen Winkel an der Kleidung auf der linken Brust getragen. Sie dienten so der Kennzeichnung von Schwulen und Lesben.

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