PrideWeeks 11.-28. Juni '26
Auch in diesem Jahr kümmert sich das Awareness-Team wieder um Menschen, die diskriminiert werden und/oder übergriffiges Verhalten auf dem CSD erleben. Außerdem fährt zum ersten Mal ein Inklusionsbus der MVG bei der PolitParade mit.
München, 8. Juni 2026 - Das Team Awareness steht parat, wenn sich Besucher*innen in einer potenziell unsicheren Situation Unterstützung wünschen. Die Mitglieder sind geschult und bieten für Gespräche, sensible und konflikthafte Situationen eine Erstberatung.
Hilfe kommt, sobald das Team selbst Auffälliges bemerkt, Betroffene sich melden oder das Awareness-Team über die Notfallnummer (016099802994) kontaktieren. Natürlich sind auch Security, die Feuerwehrleute, Sanitäter*innen und die Polizei in Notfällen für alle da, aber für die oben skizzierten Fälle hat der CSD eben nochmal spezielle Ansprechpartner*innen benannt.
An vulnerablen Orten wie den Toiletten hängen Plakate mit der Vorgehensweise im Notfall. Das soll ein schnelles Eingreifen ermöglichen und Betroffenen von Gewalt Hilfestellung und Orientierung bieten.
Erkennen lassen sich die Helfer*innen an den hellblauen T-Shirts mit dem Aufdruck "Awareness-Team", das sie tragen. Sie halten sich während des Pride an den verschiedensten Orten und Bereichen auf.
Der CSD toleriert verletzendes und grenzüberschreitendes Verhalten wie sexistische, rassistische, homo-, trans*- oder inter*feindliche, ableistische und vergleichbare Übergriffe nicht! Die Veranstalter*innen möchten ein Bewusstsein für Grenzen, Konsens als Basis von Kommunikation sowie die eigenen Privilegien schaffen. Das Ziel ist, dass alle Teilnehmer*innen sich auf dem CSD sicher und wohl fühlen.
Inklusion und LGBTIQ* sind eng miteinander verbunden, da es in beiden Fällen um Themen wie Gleichberechtigung und Teilhabe geht. Menschen mit Behinderung wie auch queere Menschen erleben häufig Diskriminierung und Ausgrenzung. Sie werden in verschiedenen Lebensbereichen benachteiligt, sei es bei der Suche nach Arbeit und Wohnung, beim Zugang zu Bildung und Kultur oder im öffentlichen Leben
Inklusion und die LGBTIQ*-Bewegung haben daher gemeinsame Ziele:
Inklusion trägt zu einer gerechteren Gesellschaft bei. Wer Diskriminierung bekämpft und Teilhabe fördert, hilft Menschen, ihr volles Potenzial zu entfalten.
In diesem Jahr fährt zum ersten Mal ein Inklusionsbus der MVG bei der PolitParade mit. Damit möchte der CSD allen Personen die Teilnahme ermöglichen, die keine langen Fußwege bewältigen können. Es stehen zwei Multifunktionsflächen sowie 33 Sitzplätze zur Verfügung.
Außerdem bietet das Lesbisch-Queere Zentrum LeZ in Kooperation mit dem Inklusions-Team des CSD München im LeZ wieder Fensterplätze mit Paradeblick an. Es gibt einen Hublift, ein barrierefreies WC im Erdgeschoss und Sitzplätze für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Die Botschaft ist klar: Der CSD München ist mehr als nur ein Fest. Er ist ein kraftvolles Zeichen für Toleranz, Akzeptanz und die Rechte aller Menschen. Die Veranstalter*innen wollen helfen, eine Gesellschaft zu formen, in der alle gleichberechtigt und willkommen sind. Dazu gehört unbedingte Teilhabe!
Seit mehr als 40 Jahren demonstrieren LGBTIQ* in München auf dem CSD für gleiche Rechte und Akzeptanz. Bei der größten Veranstaltung der Community im süddeutschen Raum, die getragen wird vom Lesbisch-Queeren Verein LesCommunity, dem Schwul-Queeren Zentrum Sub, der Münchner Aids-Hilfe, der Wähler*innen-Initiative Rosa Liste und der queeren Jugendorganisation diversity München, finden innerhalb zweier PrideWeeks mehr als 100 Veranstaltungen (2026) statt. Höhepunkte sind die PolitParade mit zuletzt 300.000 Teilnehmer- und Zuschauer*innen (2025), das 2026 erstmals dreitägige Straßenfest in der Ludwigstraße (PrideMeile) und das Pride-Event RathausClubbing.
Conrad Breyer
Pressereferent CSD München
0170 18 59 705
conrad@csdmuenchen.de