PrideWeeks 11.-28. Juni '26

Solidarität mit LGBTIQ* in Be'er Sheva und Israel

Gegen Antisemitismus, für Menschenrechte

Auch mit Queers in Be’er Sheva zeigt sich der CSD verbunden. Be'er Sheva in Israel ist Münchens jüngste Partnerstadt. Einige Motivierte in München sind mit der Gruppe Be’er Sheva Munich Queer seit 2022 dabei, einen Austausch mit der LGBTIQ*-Community vor Ort zu organisieren. 2024 wäre es fast so weit gewesen - aus Israel sollte eine Delegation zum CSD reisen -, dann aber kam der Angriff der Hamas, der auch Be’er Sheva schwer gezeichnet hat.

München, 8. Juni 2026 - Die Städtepartnerschaft mit Be'er Sheva besteht seit 2021. Schon ein Jahr später entstand Be'er Sheva Munich Queer nach dem Vorbild von Munich Kyiv Queer. Die Gruppe besteht aus Queers, Allies, Jüdinnen*, Juden*, Nicht-Jüdinnen* und -Juden*, die sich einem kulturellen Austausch zwischen den Communitys in Israel und Deutschland verschrieben haben. Sie wollen über die Lebensrealität queerer Mensch in Israel aufklären und sich nicht zuletzt solidarisch mit Israel zeigen.

Kampf dem Antisemitismus

Denn zweifellos sind dies beunruhigende Zeiten: Die aktuelle politische Lage und der bewaffnete Konflikt in Israel nach dem Massaker der Hamas an jüdischen Menschen am 7. Oktober 2023 stellen Be’er Sheva Munich Queer und natürlich auch die Freund*innen in Be'er Sheva vor eine traurige Realität: Der Antisemitismus, oft getarnt als Kritik am Staat Israel, ist weltweit und auch hier in München wieder auf dem Vormarsch. Ausgerechnet in einer Stadt, die als erklärte "Hauptstadt der Bewegung" von 1933 bis 1945 einen bedeutenden Platz im dunkelsten Kapitel der Geschichte unseres Landes einnahm.

(Be'er Sheva Munich Queer auf dem CSD München 2025. Foto: Bethel Fath)

Die Mitglieder von Be’er Sheva Queer sind fest davon überzeugt, dass nur der Austausch, insbesondere auf kultureller Ebene, Vorurteile abbauen und neue Brücken bauen kann. Nie wieder ist jetzt!

Seit mehr als 40 Jahren demonstrieren LGBTIQ* in München auf dem CSD für gleiche Rechte und Akzeptanz. Bei der größten Veranstaltung der Community im süddeutschen Raum, die getragen wird vom Lesbisch-Queeren Verein LesCommunity, dem Schwul-Queeren Zentrum Sub, der Münchner Aids-Hilfe, der Wähler*innen-Initiative Rosa Liste und der queeren Jugendorganisation diversity München, finden innerhalb zweier PrideWeeks mehr als 100 Veranstaltungen (2026) statt. Höhepunkte sind die PolitParade mit zuletzt 300.000 Teilnehmer- und Zuschauer*innen (2025), das 2026 erstmals dreitägige Straßenfest in der Ludwigstraße (PrideMeile) und das Pride-Event RathausClubbing.

Pressekontakt

Conrad Breyer
Pressereferent CSD München
0170 18 59 705
conrad@csdmuenchen.de

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