PrideWeeks 13.-28. Juni '26

Let’s talk II: Die Politik im Kreuzverhör der Community

Kurz vor den Kommunalwahlen bittet der CSD queere Kandidat*innen zur Podiumsdiskussion. Im Fokus: queere Themen der Stadtpolitik

Queere Infrastruktur, Szenesterben, Übergriffe: Wie positionieren sich Münchens queere Stadtratskandidat*innen zu Fragen, die Münchens LGBTIQ*-Community bewegen? Dazu diskutieren Politiker*innen am 4. Februar im NY.Club.

München, 2. Februar 2026 – Auf gleich zwei Veranstaltungen konnten und können Münchens Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen im Vorfeld der Kommunalwahlen ihre Belange einbringen und mit Politiker*innen diskutieren, die sie in der Stadtpolitik vertreten wollen. Denn am 8. März finden in ganz Bayern Kommunalwahlen statt.

Die Debatte mit den OB-Kandidat*innen, die das Schwul-Queere Zentrum Sub organisiert hat, lief bereits. Am Mittwoch, 4. Februar, 19.30 Uhr, schließt sich nun der CSD an mit der Podiumsdiskussion „Aus der Community. Für die Community“. Eingeladen sind queere Stadtratskandidat*innen, die in der Community aktiv sind und deren Interesse an der politischen Arbeit daraus entstanden ist, dass sie als Stadträtin* bzw. Stadtrat* mehr bewegen möchten. Veranstaltungsort ist der NY.Club in der Elisenstraße 3. Unterstützt wird das Event vom Schwul-Queeren Zentrum Sub, dem Lesbisch-Queeren Verein LesCommunity und der LGBTIQ*-Jugendorganisation diversity München.

Unter der Moderation von Tobias Ruhland vom Zündfunk (BR) diskutieren (in alphabetischer Reihenfolge) Michèle Dermastia von der Linken, René Kaiser von der FDP, Thomas Lechner vom Bündnis Kultur, Mo Lüttig und Beppo Brem von den Grünen, Bernd Müller und Patricia Schüttler von der Rosa Liste, Ulf Schröder von der CSU und Micky Wenngatz von der SPD. Um das Publikum einzubinden, sind spielerische Elemente wie eine Duellrunde geplant; außerdem können die Gäste jederzeit selbst Fragen stellen.

Die queere Community differenziert sich, die Akzeptanz sinkt

Zu debattieren gibt es genug. Einerseits hat die Münchner Community in den vergangenen Jahrzehnten enorm viel erreicht. Die queere Infrastruktur in München sucht ihresgleichen in der Bundesrepublik: Allein die Trägervereine des CSD, das Sub, LesCommunity, diversity München, die Münchner Aids-Hilfe sowie die Wähler*innen-Initiative Rosa Liste spiegeln eine gewisse Vielfalt, zu der noch zahlreiche andere Vereine, Organisationen und Initiativgruppen mit ihren meist ehrenamtlichen Aktivitäten treten. Jüngst wird etwa über ein Zentrum für trans*, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen diskutiert.

Andererseits verändert sich angesichts gesellschaftspolitischer Spannungen und der wirtschaftlichen Lage das Sicherheitsgefühl in der Stadt. Dazu tragen die zunehmenden queerfeindlichen Übergriffe bei, aber auch das „Szenesterben“ in der queeren Gastronomie. Das Gefühl ist: Die Safe Spaces verschwinden. Hinzu kommen, zum Teil beeinflusst davon, Fragen der mentalen und sexuellen Gesundheit: Hier haben LGBTIQ* spezielle Bedürfnisse.

Speziell zur Bekämpfung von Queer-Feindlichkeit hatte die städtische Koordinierungsstelle LGBTIQ* 2025 eine umfassende Strategie mit einem konkreten Maßnahmenkatalog vorgelegt. Details lassen sich hier einsehen.

Seit mehr als 40 Jahren demonstrieren LGBTIQ* in München auf dem CSD für gleiche Rechte und Akzeptanz. Bei der größten Veranstaltung der Community im süddeutschen Raum, die getragen wird vom Lesbisch-Queeren Verein LesCommunity, dem Schwul-Queeren Zentrum Sub, der Münchner Aids-Hilfe, der Wähler*innen-Initiative Rosa Liste und der queeren Jugendorganisation diversity München, finden innerhalb zweier PrideWeeks mehr als 80 Veranstaltungen (2025) statt. Höhepunkte sind die PolitParade mit zuletzt 300.000 Teilnehmer- und Zuschauer*innen (2025), das zweitägige Straßenfest rund um den Marienplatz und das Party-Event RathausClubbing.

Pressekontakt

Conrad Breyer
Pressereferent CSD München
0170 18 59 705
conrad@csdmuenchen.de

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